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Faszinierende Show für den Sport in der Region

13.02.2018 12:17
von J. Kürbis
SPORT SHOW Lübeck

Diese Premiere macht Lust auf mehr. Die erste SPORT SHOW Lübeck war ein grandioses Feuerwerk der Artistik, Akrobatik und eine tolle Ehrung für die LN-Sportler des Jahres 2017. Mehr als 1.000 Besucher wurden in der Hnasehalle bestens unterhalten, auch dank der witzig-charmanten Moderation der Mikrofon-Profis Birte Steuer (NDR) und "Voller" Mittmann (RSH). Im Hollywood-Stil präsentierten sie die Sieger.Und die Gewinner sind: Triathletin Bettina Lange sowie ein Handball-Trio - VfL-Torhüter Dennis Klockmann, Talent Juri Knorr und das Zweitliga-Team des VfL Lübeck-Schwartau. Nach der Show wurde in der Kulturwerft Gollan bis weit nach Mitternacht weiter gefeiert.

Acroliner begeistern mit Avatar-Flugshow

Die erste Rakete zündeten die „Acroliner“ der Lübecker Turnerschaft mit ihrer neuen Show, „der sportliche Avatar“, in Anlehnung an den Fantasyfilm „Avatar“. 35 Akrobaten brannten auf Trampolinen, Matten und einer Sprungbahn ein wahres Feuerwerk an Schrauben, Salti-Ketten, Flick- Flack und atemberaubenden Flugrollen ab. Wunderschön illuminiert und filigran inszeniert von Didi Glenz (63). Das Finale, begleitet vom isländischen „Huh“, es war noch einmal eine geballte geballte Ladung an Avatar-Power - von den Kleinsten, den Sechsjährigen, bis zu den Großen, den 25-Jährigen. „Sensationell, davon hätte ich gern mehr gesehen“, war MuK-Chefin Ilona Jarabek angetan.

Um ein Haar hätte es auch Volker Mittmann erwischt. Der RSH-Frontmann, ein Urgestein der Sportgala, der mit B mit viel Wortwitz und schönen Einlagen durch die Show führte, stürzte beim Versuch, auf zwei Bierkisten zu klettern.

Noah Chorny - ein grandioser Gaukler

Mitreißend, unterhaltsam, erfrischend anders. Das waren nicht nur die Moderatoren der Show, Volker Mittmann und Birte Steuer, die „Allzweckwaffe des NDR“, das war auch „Noah Chorny“. Der Artist aus Köln ist ein Spezialist der 2000 Jahre alten chinesischen Kunst der vertikalen Stangenakrobatik. Wie er als betrunkener Hausmeister eine fünf Meter hohe Lampenstange auf die verschiedensten und unmöglichsten Weisen erklomm, seinen Körper wie ein Urwaldaffe um den rettenden Ast wickelte, ließ die Zuschauer jubeln. Ein grandioser Gaukler, eine tolle Show.

Die bot auch Andrea Engler, die zu den besten Artistinnen der Welt zählt. Ihre Hula-Hoop-Vorführung begeisterte, ihre spektakuläre Vertikaltuch-Akrobatik versetzte die Zuschauer in Staunen.

TJ Wheels - lässige Rollschuh-Artistik

Und dann war da noch „TJ Wheels“. Er fuhr jonglierend und balancierend auf Rollschuhen eine Halfpipe hoch und runter, hin und her. Originell, modern, lässig und alles andere als alltäglich. Außerdem begeisterte er mit Rola Rola Equilibristik, der Kunst des Gleichgewichts, zeigte einen waghalsigen Balanceakt auf frei beweglichen Rollen und Brettern.

„Insgesamt eine tolle Show und eine super-Bühne, um den regionalen Sport zu würdigen. Das ist sehr wertig“, anerkannte Dirk von Zitzewitz. Femke Buschschulte, der Tochter von Weltklasse-Schwimmerin Antje Buschschulte, hatte es so gut gefallen. Sie wollte nicht nach Hause, wollte mehr sehen und weinte deshalb bitterlich. Sie muss sich bis 2019 gedulden.

 

Talent des Jahres: Juri Knorr

Der Sieger grüßte per Videobotschaft. Juri Knorr spielte mit den Oberliga-Männern der HSG Ostsee N/G in Berlin um den Einzug ins Viertelfinale des Deutschen Amateur-Pokals. Der 17-Jährige, der als „Talent des Jahres“ von der Gregor-Wintersteller-Sportstiftung zudem noch eine Prämie in Höhe von 500 Euro erhält, setzte sich mit 1309 Stimmen vor Mehrkämpferin Mareike Rösing (699) und Eutins Leichtathletik-Hoffnung Niklas Sagawe (641) durch. „Ich bin stolz, dass ich meinen Titel verteidigen konnte. Schade, dass ich nicht dabei bin“, sagte Knorr Junior. Den Preis für ihn nahm seine Schwester Vibe entgegen.

Sportlerin des Jahres: Bettina Lange

Bettina Lange war vom Leser-Votum völlig überrascht: „Ich freue mich total, damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Das eine sind die Erfolge. Das andere ist die öffentliche Wertschätzung, gerade, weil wir ja nur von Mai bis September präsent sind. Diese Ehrung ist nicht selbstverständlich. Das ist auch eine tolle Wertschätzung für unsere gute Nachwuchsarbeit. Ich freue mich sehr.“ Die 48-jährige Triathletin ist nicht nur eine erfolgreiche Einzelsportlerin (Gold bei der Sprint- WM), sondern als Kapitänin des Zweitliga-Teams TSV Bargteheide Tri auch der gute Geist des Teams. „Ich bin da so etwas wie die Mutti im Team.“ Sie setzte sich mit 1058 Stimmen vor Ruderin Annemieke Schanze (867) und Kickboxerin Svenja Reimers (767) durch. Annemieke Schanze (20), die im Sommer U23-Bronze bei der WM im Vierer gewonnen hatte, ist derzeit in den USA, studiert und rudert in Seattle, ließ sich auf der Bühne von ihrem Vater vertreten.

Reimers kämpfte beim European Cup im kroatischen Karlovac. Auf der Bühne vertrat sie die zehnjährige Maja Brinkis, „einer meiner Schützlinge“, zeigte gleich ein paar Kickboxeinlagen.

Sportler des Jahres: Dennis Klockmann

Das Votum fiel eindeutig aus. Dennis Klockmann, Schwartaus Riese im Handball-Tor, setzte sich mit 1448 Stimmen vor Ruderer Finn Schröder (762) und Lübecks Karate-Hoffnung für Olympia 2020, Patrick Urban (666) durch. Schröder, der in Florida WM-Bronze im Zweier mit Steuermann gewonnen hatte, musste für die Show absagen, ist mit dem Team Deutschland-Achter im Trainingslager. Er ließ sich durch seinen LRG-Trainer Björn Lötsch vertreten. Patrick Urban, der in den nächsten Wochen für die Olympia-Quali rund um den Globus jettet, hatte derweil eine große Fangemeinde dabei.

Lustig: Moderatorin Birte Steuer musste zum Sieger-Interview mit 2,10-m-Keeper Dennis Klockmann auf eine Bierkiste steigen, um ihm in die Augen zu schauen. Klockmann (35) war bei der Ehrung gerührt, dankte neben den LN-Lesern vor allem seinem Torwart-Trainer Jörg Engelhardt, „der mich trotz meines hohen Alters, immer noch zu Höchstleistungen anspornt“.

Mannschaft des Jahres: VfL Lübeck-Schwartau

Und zum Abschluss des Ehrungsvierteilers wurde es eng auf der kleinen Hansehallen-Bühne. Die Handballer des VfL Lübeck-Schwartau - allesamt vertreten bis auf den erkrankten Kapitän Martin Waschul - begeistern derzeit nicht nur ihre Fans, sondern auch die LN-Leser. Mit 2139 Stimmen fiel das Votum eindeutig aus. Das Team verwies die U18-Mehrkämpfer des PSV Eutin (673) und Christian und Helge Sach (489) auf die Plätze.

Die segelnden Brüder aus dem ostholsteinischen Zarnekau waren keinesfalls traurig über Rang drei: „Es ist doch toll, dass wir in der Region so ein Aushängeschild haben. Wir fühlen uns keinesfalls an den Rand gedrängt, sind selbst Fans vom VfL, sehr oft in der Halle.“

Die Mehrkampf-Jungs des PSV Eutin waren über Platz „super zufrieden. Ein cooles Gefühl, gerade, weil es auch von den Lesern kommt. Am VfL kommt man sowieso nicht vorbei.“ Nach der Show ging es für Niklas Sagawe und David Schliep zur Norddeutschen Meisterschaft nach Berlin. Mika Jokschat ist verletzt.

Und VfL-Torjäger Jan Schult war stolz, „dass wir als VfL die Ballsportfahne hochhalten. Dass die Leser uns gewählt haben, zeigt, dass wir einen guten Job machen.“

Danke an Felix König/Agentur 54° für die tollen Bilder.

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